Was ist Ju-Jutsu?

Was ist Ju-Jutsu?

Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung für die Praxis des täglichen Lebens, optimal, leicht erlernbar und vielseitig anwendbar.

Wo kommt Ju-Jutsu her?

Es geht zurück auf die in Japan in Jahrhunderten gewachsene und entwickelte waffenlose Selbstverteidigung Jiu-Jitsu. Die in ihm enthaltenen Elemente wurden für die sportliche Ausübung im Judo, Karate, Aikido usw. spezialisiert. Für eine umfassende Selbstverteidigung ist jede dieser Disziplinen jedoch nur ein Teil des Ganzen geblieben. Erst die Zusammenfassung dieser Systeme hat einen umfassenden Rahmen für die Selbstverteidigung geschaffen. Das System ist leicht erlernbar, einprägsam und für den Gebrauch von Gefahrensituationen geeignet. Weil Ju-Jutsu so effektiv ist, wurde es bei der Polizei der Länder und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt. 

Was bedeutet Ju-Jutsu?

Das Ju-Jutsu beinhaltet mehr als der Name allein zu erkennen gibt. „Ju“ bedeutet nachgeben, ausweichen, anpassen oder sanft, „Jutsu“ bedeutet Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jutsu ist also die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Falls erforderlich, kann ein Angriff jedoch in direkter Form abgewehrt werden. Es greift das „ökonomische Prinzip“, nämlich „mit geringstem Aufwand einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen“.

Was bedeutet das konkret?

Im Ju-Jutsu erlernen die Teilnehmer Techniken und Fertigkeiten aus den Bereichen Boden, Atemi (Schlagen und Treten), Hebel, Würgen und Nervendruck, Würfe, Waffenabwehr sowie kontrollierte und sichere Falltechniken. Diese können sowohl aus breitensportlicher oder leistungssportlicher Sicht erlernt werden als auch im ganz eng gedachten Selbstverteidigungsgedanken. Durch die vielfältigen Kombinationen diverser Techniken aus all diesen Bereichen entstehen schier unendlich viele gute Techniken und Möglichkeiten, um sich wirksam gegen einen oder mehrere Angreifer zu verteidigen.

Quelle: 
Angelehnt an: Ju-Jutsu 1×1 Deutscher Ju-Jutsu-Verband E.V. (DJJV) Ausgabe 1997 n.